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Diablo 3 Vorschau


Vorschau auf das Action-Rollenspiel Diablo 3 von Blizzard in Form der Hack-and-Slay-Demo der GamesCom 2009.


Vor gut einem Jahr kündigte Blizzard Diablo 3 an. Die Fans nahmen die ersten Informationen euphorisch auf und auch die Presse war sehr angetan. Kein Wunder, denn der Vorgänger Diablo 2 genießt bei vielen Spielern Kultstatus und ist dank des guten Supports des Entwicklers und einiger ausgezeichneter Modifikationen bis heute ein gern gespielter Titel. Die Erwartungen an Diablo 3 sind dementsprechend hoch. Nun konnte die dritte Auflage der Monster- und Dämonenhatz erstmals auf der GamesCom 2009 in Köln und auf der BlizzCon im Anaheim Convention-Center angespielt werden.


Das Spiel spricht für sich

Manchmal schaut man schon ein wenig verwundert auf den Stand von Blizzard auf der GamesCom, der sich nicht vom Auftritt der vorhergehenden Jahre in Leipzig unterscheidet. Äußerlich eine große schwarze Box, auf denen lediglich die Logos der vorgestellten Spiele prangen. Keine Gimmicks und keine Hostessen schmücken den Blizzard-Stand. Die Spiele sprechen für sich. Wer in das Innere des Stands möchte sollte sehr viel Geduld haben oder einen Presseausweis sein Eigen nennen können. Der Diablo 3 Bereich ist komplett in einem dunklen orange gehalten und lädt an circa 40 Rechnern zum Metzeln von Dämonen ein. Selbst Leute, die schon viele Beta-Tests erlebt haben und viele Kracher lange vor Veröffentlichung gespielt haben empfinden diesen Moment als etwas Außergewöhnliches. Man setzt sich hin, schnappt sich sein Headset und freut sich eines der meist erwarteten Spiele überhaupt endlich selbst anspielen zu können – sei es auch nur für wenige Minuten.

Schnetzeln in der Wüste

Das gezeigte Demo-Level stellt eine Wüstenlandschaft dar, ähnlich dem Umland von Lut Gholein in Diablo 2. Obwohl die Wüste selbstverständlich ein wenig karg wirkt, bemüht sich Blizzard diese grafisch opulent darzustellen. Einige verfallene Ruinen, Schluchten und Hügel lockern die Landschaft auf, während Wüstenwinde dafür sorgen, dass das Spiel nie wirklich stillsteht. Am Ende der Demo wird auch eine Gruft erkundet, die recht dunkel dargestellt ist und nahtlos an die aus Diablo 2 bekannten Dungeons anknüpft. Wirklich beeindruckend waren die butterweichen Animationen und die farbenfrohen Zaubereffekte. Erledigte Gegner werden leblos zu Boden geschleudert oder gleich in ihre Einzelteile zerrissen. Diablo 3 sieht in bewegten Bildern definitiv besser als auf Screenshots aus. Die Grafik ist entgegen einiger Befürchtungen nicht zu bunt und kommt dem Stil von Diablo 2 sehr nahe. Landschaften, Charaktere und Monster sind eher nüchtern gezeichnet, während die Effekte einen äußerst bunten Kontrast darstellen. Der Sound war recht wuchtig und untermalte das Geschehen auf dem Bildschirm perfekt. Natürlich beziehen sich diese Eindrücke auf einen vermutlich recht kleinen Ausschnitt von Diablo 3, der jedoch sehr überzeugend ist. Die USK dürfte übrigens weniger wohlwollend über die Gewaltdarstellung sprechen. Blizzard erwägt bereits eine entschärfte Version zu entwickeln.

Gameplay vom Feinsten

In der Demo stehen bereits vier Klassen zur Auswahl. Der Barbar feiert nach seinem Auftritt in Diablo 2 ein Comeback und glänzt erneut mit ausgezeichneten Nahkampffähigkeiten und schierer Körperkraft. Der Hexendoktor kann sich einige Kreaturen zur Unterstützung beschwören und diese in Kombination mit anderen Zaubern geschickt zur Schwächung seiner Feinde einsetzen. Der klassische Zauberer darf natürlich nicht fehlen. Allerdings wird diese Klasse gegenüber den Vorgängern modifiziert, so dass nicht nur Elementarmagie, sondern auch einige Beschwörungen verfügbar sein werden. Die vierte wählbare Klasse ist der Mönch. Dieser setzt vor allem auf Kampfkünste und nutzt schnelle Schlagkombinationen um seine Gegner zu erledigen. Der Spieler kann bei jeder Klasse das Geschlecht des Helden bestimmen. Alle neuen Klassen haben Anleihen bei den Klassen aus Diablo 2, unterscheiden sich aber mit Ausnahme des Barbaren in mehreren Aspekten. Unsere Wahl fällt auf den Barbaren.

Gleich nach dem Start machen sich einige Veränderungen am Gameplay bemerkbar. Nachdem die ersten Monster erlegt wurden fallen die ersten Gegenstände auf den Boden. Neu ist das diese Gegenstände jeweils nur für einen Spieler sichtbar sind, es erhält also jeder Spieler seine eigene Beute. So wird einfach aber effektiv verhindert, dass einem Spieler Gegenstände vor der Nase weggeschnappt werden oder ein Streit zwischen den Spielern entsteht. Außerdem wurde auf alle Items nach ihrer Entstehung für wenige Sekunden durch einen Text hingewiesen. Ebenfalls neu sind kleine rote Blasen (Life Blobs), die ab und zu von den erledigten Monstern zurückbleiben. Diese regenerieren die Gesundheit unseres Helden und sorgen für ein hohes Tempo, da man so gleich zum nächsten Monsterhaufen losstürmen kann. Für die größeren Wehwehchen müssen erneut Heiltränke herhalten, die nun jedoch nicht mehr unbegrenzt benutzt werden können. Nach der Einnahme eines Trankes ist es in den nächsten 40 Sekunden nicht möglich erneut einen der roten Tränke zu sich zu nehmen. Es ist daher nicht länger möglich seinen Helden durch die Einnahme von massenhaft Heiltränken vor dem Tod zu retten. Falls man doch einmal stirbt helfen die Checkpoints weiter. Der Charakter wird automatisch zum letzten Checkpoint zurückgesetzt und kann schon nach kurzer Zeit wieder in das Schlachtgeschehen einsteigen. Doch auch die Navigation wird durch die neue Minimap erleichtert, da diese nun leichter zu bedienen ist und die wesentlichen Informationen weniger Raum einnehmen. Die Kartenumrisse und die Positionen der Mitstreiter befinden sich nun in der oberen rechten Ecke. Wenn ein Mitspieler außerhalb des Ausschnitts liegt weisen einem Pfeile den richtigen Weg. Ein wenig holprig wirkten noch die Interaktionen mit den NPCs, wobei das eventuell dem frühen Entwicklungsstadium geschuldet ist.


Fazit

Blizzard lässt sich bisher mit seinen Spielen viel Zeit und vermutlich wird auch bis zur Veröffentlichung von Diablo 3 viel Zeit vergehen. Trotzdem hat man beim Spielen den Eindruck, dass dieser Titel in seiner Entwicklung sehr weit fortgeschritten ist. Große Teile der Spielwelt funktionieren und begeistern. Nach dem kurzen Antesten gab es so weit eigentlich nichts Entscheidendes an dem Spiel zu kritisieren. Auch die Verständigung mit den anderen Partymitgliedern lief ohne Probleme. Das von Diablo 2 bekannte Spielgefühl ist sofort zurück und wird um einige nützliche Features erweitert. Bei aller Euphorie muss aber auch bedacht werden, dass es nur einen sehr kleinen Ausschnitt des Programms zu sehen gab und das vollständige Produkt neue Schwächen offenbaren könnte. Sollte sich demgegenüber das gesamte Spiel so fantastisch spielen wie die Demo, dann hat Blizzard mit Diablo 3 das aktuell vermutlich heißeste Eisen im RPG-Genre im Feuer.


Dieser Artikel wurde erstmalig 2009 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht.

Autor: RedBasti
von RedBasti
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