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Empire: Total War - Demoeindrücke


Die Total War-Reihe geht zeitlich einen Schritt nach vorne. Bisher bildeten die Dynastiekämpfe im fernen Japan, die Schlachten des antiken Rom und zwei Mal das Mittelalter den Hintergrund für einen Total War-Titel. Mit dem neuesten und fünften Titel der Reihe, Empire: Total War, beginnt der Kampf um Europa, Amerika und Indien im 18. Jahrhundert. Ob die bewährte Mischung aus globaler Strategie und Echtzeittaktik ähnlich gut gelingt wie in den Vorgängern wird erst die Vollversion offenbaren. Die kostenlose Demo gewährt dem Spieler aber immerhin schon mal einen Einblick in die Schlachten zu Land und zur See.

Segel setzen!

Wer ab und zu ein Forum zum Thema Total War aufgesucht hat weiß, dass die Seeschlachten einer der sehnlichsten Wünsche der Total War-Fans waren. Seeschlachten gab es zwar schon lange vor Empire in der Total War Reihe, allerdings wurden die Ergebnisse vom Computer bestimmt und der Spieler konnte seine Schiffe in der Schlacht nicht steuern. Doch nun hat der Entwickler Creative Assembly endlich den Wunsch der Fans erhört und die Seeschlachten aufwendig umgesetzt.

Neben einem Tutorial zu den Seeschlachten bietet die Demo von Empire: Total War eine historische Seeschlacht zwischen Engländern und Franzosen an, bei welcher der Spieler gleich die Kontrolle über mehrere Linienschiffe verschiedener Klassen erhält. Sehr positiv sind die verschiedenen Optionen, die zum Experimentieren einladen. Wer möchte kann versuchen die gegnerischen Schiffe einfach zusammenzuschießen bis diese sinken. Alternativ wird mit der Schrapnellmunition die gegnerische Mannschaftsstärke reduziert und anschließend versucht das Schiff im Nahkampf für die eigene Fraktion zu erobern. Zusätzlich kann man die gegnerischen Masten durch gezielte Schüsse zum Fall bringen und so den Gegner bewegungsunfähig machen.

Gleichzeitig muss der Spieler auf die Windrichtung und den Zustand der eigenen Schiffe achten. Die Windrichtung ändert sich im Laufe des Gefechts und ist – wie sollte es bei Segelschiffen anders sein – essentiell für die Bewegung der Schiffe. Wer ein Schiff aus dem Wind bewegt sollte bedenken, dass dieses Schiff immer langsamer wird und sich Gegner wesentlich schneller für eine Breitseite positionieren können. Der Zustand der Schiffe ist in Steuerbordseite, Backbordseite und Takelage eingeteilt. Wenn der Rumpf an einer Seite schon starke Schäden aufweist, muss ein umsichtiger Admiral darauf achten diese Seite von gegnerischen Geschossen fernzuhalten. Über Sieg und Niederlage entscheiden viele Faktoren und wer das Optimum für die eigene Flotte herausholen will hat einiges zu bedenken. Die Seeschlachten machen bisher einen wirklich prächtigen Eindruck und könnten das Sahnehäubchen für alle Total War-Veteranen werden.

Anspruchsvolle Flußüberquerung

Die zweite in der kostenlosen Demo von Empire: Total War enthaltene historische Schlacht wird auf amerikanischen Boden zwischen den Truppen des englischen Königs und der Kontinentalarmee ausgetragen. Beide Armeen werden durch einen Fluss getrennt, der nur an zwei Stellen passierbar ist. Wie gewohnt verschafft man sich zunächst einen Überblick über das Gelände um anschließend seine Einheiten zu gruppieren und auszurichten. Im Unterschied zu den mittelalterlichen Schlachten ist nun fast jede Einheit mit einem Gewehr ausgerüstet, was die Annäherung der beiden Armeen verlangsamt und die teilweise hektischen und schnellen Schlachten der Vorgänger ein wenig in die Länge zieht.

Diese Veränderung lässt mehr Spielraum für Truppenbewegungen und gestaltet den Schlachtverlauf dynamischer. Wer bereits einen Total War Titel gespielt hat wird sich hier schnell zurechtfinden und die wesentlichen Funktionen schnell erlernt haben. Alle anderen sollten zunächst das Tutorial für die Landschlachten durchspielen. Insgesamt scheint für die Landschlachten „Evolution statt Revolution“ die Maßgabe zu sein. Wie gewohnt sind die Positionierung der Truppen im Gelände und der Zeitpunkt des Angriffs die wichtigsten Faktoren für Sieg oder Niederlage.

Ähnlich wie bei den Seeschlachten müssen viele Variablen bedacht werden um den Sieg zu erringen und noch mehr um die Anzahl der eigenen Verluste möglichst gering zu halten. Wie bisher typisch für Total War ist ein großer Gesamtplan, der im Notfall umgestellt werden kann, wichtiger als ein exzellentes Mikromanagement. Wer mit der gleichzeitigen Erteilung von Befehlen ein Problem hat, pausiert das Spiel und verteilt Anweisungen an seine Truppen bevor er das Spiel weiterlaufen lässt.

Fazit

Empire: Total War bietet anspruchsvolle Schlachten in einer sehr ansprechenden Optik, die zum erneuten Spielen drängen. Nach jeder Schlacht ist man geneigt die eigene Strategie zu hinterfragen und nach einer effektiveren zu suchen. Wenn die Entwickler die Verbindung zwischen Strategiekarte und Echtzeit-Schlachten ähnlich gut wie in Medieval II hinbekommen steht uns ein absoluter Strategiekracher für den Singleplayer bevor. Wenn der Multiplayer durch die Verwendung von Steam stabiler als in den Vorgängern wird dürften die Schlachten aber auch online für reichlich Spielspaß sorgen.

Ärgerlich sind hingegen die sehr langen Ladezeiten, die öfters als erwünscht für eine Kaffeepause sorgen. Auch das Interface könnte hier und dort die enthaltenen Informationen dem Benutzer deutlicher anzeigen. Gleichzeitig werden Bewegung und Reichweite bei Schiffen und Truppenverbänden sehr deutlich und sanft in der Landschaft angezeigt. Für Verwunderung sorgt das Fehlen von zahlreichen Sounds in den Schlachten, wobei es sich hierbei vielleicht auch nur um eine Maßnahme handelt um die Größe der kostenlos herunterladbaren Demo klein zu halten. Trotzdem hat dieses Spiel absolutes Hitpotential und ich kann es gar nicht mehr abwarten Anfang März die ersten Armeen und Flotten in die Schlacht zu schicken.


Die Demo von Empire: Total War ist für jeden als kostenloser Download über Steam verfügbar und Empire: Total War kann so mit den zwei beschriebenen Missionen gratis getestet werden. Die Vollversion des Spiels ist inzwischen als Klassiker für unter 10 Euro erhältlich.



Dieser Artikel wurde erstmalig 2009 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht.

Autor: RedBasti
von RedBasti

Artikelreview zum Spiel Empire: Total War aus dem Genre Strategie / Echtzeit-Strategie (Videospiele) von Entwickler -kein Unternehmen- und herausgegeben von SEGA
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