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Tropico 3 Vorschau


Vorschau auf die Inselparadies- und Wirtschaftssimulation Tropico 3 von Kalypso Media.


Mit viel Inselcharme, reichlich Humor und einem umfangreichem Aufbaupart versucht das im September erscheinende Tropico 3 den Erfolg des ersten Tropicos zu wiederholen. Erneut schlüpft der Spieler in die Rolle von El Presidente und versucht ein kleines Eiland zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Auf der GamesCom 2009 in Köln konnten wir endlich in unseren viel zu lange verwaisten Präsidentenpalast zurückkehren und Tropico 3 anspielen. Schon in wenigen Wochen dürfte der von Haemimont Games entwickelte Titel dank des Publishers Kalypso Media den Weg in den Einzelhandel antreten. Im September erscheint die PC-Version, Xbox-Spieler werden sich bis Oktober gedulden müssen.


Treffen mit El Presidente im Strandkorb

Der Auftritt von Tropico 3 auf der GamesCom weiß zu beeindrucken. Damit ist nicht nur das Spiel, sondern auch der Stand gemeint. Mitten in einer typischen Strandkulisse stehen mehrere Strandkörbe, in deren Innern Maus, Tastatur und Headset auf den Spieler warten. Die Monitore sind vor den Strandkörben montiert. Zum vollkommenen Glück fehlt nur noch ein bunt gefülltes Cocktailglas – aber das wäre vielleicht zu viel des Guten.

Zu Beginn kann der Spieler zunächst einmal seinen Presidente aus verschiedenen Attributen und äußerlichen Merkmalen zusammensetzen. Soll der Staatschef als hoch dekorierter Militär oder doch lieber als westlicher Staatsmann auftreten? Der Spieler entscheidet über das Aussehen von El Presidente und kann sich aus vielen Eigenschaften den Diktator seiner Wahl basteln. Selbstverständlich ist der kleine Inseldiktator mit dem vorher gewählten Outfit auch im eigentlichen Spiel anzutreffen. Viel wichtiger ist jedoch die Wahl der Attribute. Jeder Presidente hat zwei Stärken, zwei Schwächen und natürlich einen Weg der Machterlangung. Die Wahl dieser Attribute hat dauerhaften Einfluss auf bestimmte Bevölkerungsgruppen, wirtschaftliche Faktoren und auswärtige Beziehungen. Alkoholiker erfreuen sich an besseren Beziehungen mit den Russen, während durchtrainierte Staatschefs bei den Intellektuellen für Skepsis sorgen. Die zur Verfügung stehenden Attribute und ihre Auswirkungen sorgen zwar für so manchen Lacher, sind aber tatsächlich ein sehr ernstes Feature des Spiels und beeinflussen das spätere Spielgeschehen.

Erste Schritte

Nach dem Spielstart erblickt El Presidente eine landschaftlich reizvolle, aber spärlich besiedelte Insel. Das einzige herausragende Gebäude ist – wie sollte es anders sein – der Präsidentenpalast. Selbstverständlich muss hier eine blühende Inselmetropole entstehen. Aber woher kommt das Geld und wie soll der kleine Inselstaat verwaltet werden? El Presidente kann natürlich eine vorbildliche Demokratie oder einen rigiden Polizeistaat etablieren. Doch zunächst einmal wird Geld benötigt, welches der Inselstaat Tropico durch Tourismus, Ölindustrie, Bergbau oder Landwirtschaft erhalten kann. Egal für welchen Weg sich der Spieler entscheidet, an erster Stelle steht immer die Sicherstellung der Nahrungsversorgung und der Aufbau einer Bauwirtschaft samt Transportnetz, da nur so weitere neue Bauvorhaben zügig realisiert werden können. Sobald die ersten Waren über das Dock exportiert werden oder die ersten Touristen ihr Geld in Tropico ausgeben, können weitere Schritte geplant werden. Gerade am Anfang besteht jedoch die Gefahr das Spiel zu unterschätzen! Der stimmige Latin-Soundtrack und die schmucke Grafik sollten nicht über den anfangs knackigen Schwierigkeitsgrad hinwegtäuschen.

Regierung mit allen Mitteln

Sehr großen Einfluss auf den Werdegang der Insel haben natürlich die Baumaßnahmen. Doch auch die zur Verfügung stehenden Edikte bestimmen das Spielgeschehen. El Presidente wird mit vielen Bedrohungen aus dem In- und Ausland konfrontiert und muss manchmal auch zu schmutzigen Tricks greifen um seine Macht zu sichern. Neben inländischen Rebellen würden im Zweifelsfall auch die Supermächte USA und Russland gerne mehr Einfluss auf die Regierung in Tropico ausüben. Um diesen Gefahren zu begegnen kann der Spieler aber auch die Öffentlichkeit auf die denkbar einfachste Art beeinflussen und eine Rede halten. Auch ein Spaziergang von El Presidente über die Insel kann nicht schaden. Prinzipiell muss der Spieler in Tropcio 3 viele Interessen unter einen Hut bringen und darf bei seinen Aktionen nie über sämtliche Stränge schlagen. Obwohl Tropico 3 dem Spieler insgesamt freie Hand bei der Ausrichtung seiner Inseldiktatur lässt, so sollen an den äußeren Grenzen eindeutige Einschränkungen vorhanden sein. An Features und Möglichkeiten mangelt es dem Spiel auf keinen Fall. Allerdings wird erst ein ausführlicher Test zeigen, ob diese Features erneut harmonieren.


Ersteindruck

Der Titel verspricht viel und könnte die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen. Beim Anspielen wurden die vielen Gemeinsamkeiten mit dem ersten Tropico deutlich. Teilweise sind einige Features identisch – was dem Spiel aber eher nützt als schadet. Das 2001 erschienene Tropico bot bereits ein ausgereiftes Gameplay und Tropico 3 tut gut daran dieses zu ergänzen und nicht umzubauen. Auch der Umfang dürfte durch 15 Missionen und einen Zufallsgenerator für die Erstellung weiterer Inseln ausreichend sein. Das alte Tropico-Flair konnte jedenfalls gerettet werden und erstrahlt durch die moderne Grafik im neuen Glanz. Wenn die Entwickler auf der Zielgeraden alles richtig machen und auch Einsteiger für diesen Titel gewinnen können, so hat Tropico 3 das Potential ein echter Hit zu werden.


Dieser Artikel wurde erstmalig 2009 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht. Tropico 4 ist ab August 2011 im Handel!

Autor: RedBasti
von RedBasti
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