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Colin McRae: DiRT 2


Review bzw. Spieletest der Autorallye-Simulation Colin McRae: DiRT 2 von Codemasters.


Die bekannte Rallyeserie des Entwicklers Codemasters geht mit Colin McRae: DiRT 2 in die inzwischen siebente Runde und erreicht mit drei Monaten Verspätung nun auch den PC. Mit Racedriver: GRID hat Codemasters im letzten Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass ein Kompromiss zwischen Arcade-Racer und Simulation äußerst spaßig sein kann. Die in GRID verwendete Engine, die auch das Grundgerüst für DiRT 2 bildet, sorgte für eine imposante Grafik bei niedrigem Hardwarehunger und begeisterte durch eine innovative Replay-Funktion. Gute Voraussetzungen für einen PC-Hit pünktlich zu Weihnachten. Wir sind mit Lenkrad, Gamepad und Tastatur durch den virtuellen Dreck gefahren und haben DiRT 2 auf Herz und Nieren geprüft. Ob DiRT 2 das Zeug hat um den Erfolg von GRID zu wiederholen und der Rallyeserie zu neuen Höhen zu verhelfen erfahrt ihr in diesem Review.


Ab in den Dreck!

Colin McRae: DiRT 2 führt den Spieler erneut in die Welt des sprichwörtlich schmutzigen Offroad-Motorsports. Angesprochen werden vor allem jene Spieler, die ein realistisches Fahrverhalten erwarten aber ein Rennen in wenigen Minuten beenden und sich nicht um das Anziehen jeder einzelnen Schraube kümmern möchten. Dementsprechend ist die Beherrschung der Wagen nach wenigen Stunden erlernt aber noch weit von der Perfektion entfernt. Auf ein umfangreiches Team-Management oder Fahrhilfen wird mit Ausnahme des Automatikgetriebes gänzlich verzichtet. DiRT 2 liegt zwischen Arcade-Racer und Simulation und ist daher für zahlreiche Spieler interessant, da eigentlich keine Gruppe von Spielern kategorisch ausgeschlossen wird. Der Umfang reicht vom klassischen Rallye-Wettbewerb bis zu den so genannten Raid-Races, bei denen acht Fahrer direkt gegeneinander antreten. Der Rennzirkus macht bei DiRT 2 unter anderem im staubigen Marokko, dem Dschungel in Malaysia und in Großstädten wie London oder Los Angeles halt. Zusätzlich sind Rennwagen und Fahrer lizenziert, letztere werden teilweise von DiRT 2 gesponsert und steuern im Gegenzug einige Sprachsamples zum Spiel bei.

Disziplinen, Wagen und Tuning

Der Titel des Spiels offenbart, dass vor allem Rennen fernab der asphaltierten Straßen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig sollte jedoch auch beachtet werden, dass DiRT 2 keine Rallye-Simulation ist und diesen Anspruch auch nicht erhebt. Der Klassiker unter den verschiedenen Disziplinen ist der Rallye-Modus, bei dem die Fahrer auf einer vorgegebenen Strecke gegen die Uhr kämpfen, während ein Beifahrer wichtige Hinweise zur Strecke gibt. Der Trailblazer-Modus wird ebenfalls auf Rallye-Strecken gefahren, unterscheidet sich jedoch durch verschiedene Modifikationen an den Wagen. Im Trailblazer-Modus sind die Wagen vor allem schneller, gleichzeitig aber auch schwerer zu kontrollieren. Doch natürlich wird nicht nur gegen die Uhr gefahren. Im Rallycross-Modus fahren acht Kontrahenten auf einem Rundkurs gegeneinander und kämpfen um die vorderen Plätze. Der Landrush-Modus funktioniert wie der Rallycross-Modus, allerdings besteht die Fahrzeugauswahl bei diesem Modus aus Trucks und Buggies. Zusätzlich gibt es den Raid-Modus, in dem alle acht Fahrer mit ihren Trucks und Buggies auf einer Linie starten und anschließend von A nach B fahren. Für weitere Abwechslung sorgen die Varianten Gatecrasher (Zeitboni für das Treffen von Toren), Domination (Bewertung entsprechend der Sektor-Bestzeiten) und Last-Man-Standing (Eliminierung des letzten Fahrers). Die Strecken sind in mehrere Regionen unterteilt und unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich des Belags, auf dem gefahren wird. Besonders positiv fallen die Rallye-Kurse auf, da diese grafisch und fahrerisch äußerst abwechslungsreich, jedoch nie unfair sind.

Die Auswahl der Wagen umfasst neuere und ältere Rallyewagen, sowie einige Trucks und Buggies. Zur Wagenauswahl gehören unter anderem die Modelle Mitsubishi Lancer Evolution X, BMW Z4 M Coupe, Pontiac Solstice GXP, Toyota FJ Cruiser, Hummer H3 und der VW Race Touareg 2. Insgesamt sind es ca. 30 Modelle, die dem Spieler zur Verfügung stehen. Prinzipiell verhält sich jeder Wagen unterschiedlich, wobei bei Wagen innerhalb einer Klasse die Unterschiede eher marginal sind. Der Spieler kann mehrere Einstellungen der Wagen in fünf Stufen beliebig anpassen und so den Wagen auf seine Bedürfnisse zuschneiden. Die veränderten Einstellungen spiegeln sich im Fahrverhalten deutlich wieder, so dass sich jeder Spieler nach einigen Spielstunden mit Einstellungen wie Bremsbalance und Bodenfreiheit beschäftigen sollte. Die Steuerung des Spiels überzeugt unabhängig vom Eingabegerät und gibt Unterschiede zwischen den Wagen und ihren Einstellungen und dem jeweiligen Untergrund differenziert und nachvollziehbar wieder. Durch die Auswahl einer Lackierung, verschiedener Accessoires und einer Hupe können die Wagen individualisiert werden.

Reise um den Globus im Singleplayer

Am Anfang stehen dem Spieler nur sehr wenige Regionen, Veranstaltungen und Wagen zur Verfügung. Die Auswahl wird durch das Sammeln von Erfahrungspunkten, von denen im Falle eines Rennerfolgs natürlich besonders viele gesammelt werden, ständig erweitert. So werden neben einigen lokalen Veranstaltungen später auch die X-Games und größere Meisterschaften angeboten. Die so genannte Dirt-Tour bietet einen sehr guten Einstieg und macht dem Spieler Schritt für Schritt mit allen Features des Spiels vertraut. Nach Freischaltung der meisten Veranstaltungen zieht sich die Dirt-Tour jedoch sehr stark in die Länge und bietet kaum noch etwas Neues. Die Dirt-Tour hätte Codemasters durch die Zugabe von Management- und Simulationselementen deutlich interessanter machen können. Für Atmosphäre sorgt das Auftreten einiger Offroad-Größen wie Travis Pastrana, Ken Block oder Katie Justice, die dem Spiel einige Sprachsamples leihen. Die künstliche Intelligenz ist in mehreren Stufen regelbar und genügt daher jedem Anspruch – egal ob Anfänger oder Profi. Die genretypischen Probleme der KI treten in DiRT 2 nicht auf, denn es gibt weder unfaire Rempler, noch den Gummiband-Effekt, der in vergleichbaren Spielen den Abstand zwischen Spielern und KI-Gegnern künstlich klein hält.

Leicht zugänglicher Multiplayer

Im Mehrspielermodus treten bis zu acht Spieler im Netzwerk oder online in allen im Spiel enthaltenen Modi gegeneinander an. Für das Spielen via Internet ist das Login in einen LIVE-Account notwendig. Das Einklinken in eine laufende Partie ist binnen weniger Sekunden möglich und funktioniert vollautomatisch. Die Erstellung eigener Partien oder die Einstellung einiger Filter ist ebenfalls problemlos möglich. Schon in den ersten Tagen lief der Multiplayer sehr stabil und ließ keine wesentlichen Wünsche offen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgen die wöchentlichen Turniere, in denen Bestzeiten auf einer bestimmten Strecke oder andere Leistungen aller Spiele automatisch verglichen werden. Oftmals können auch Anfänger und Profis problemlos in einer Partie zusammenspielen. Falls jedoch die Fahrzeugkollision aktiviert ist, kann es zu einigen ärgerlichen Unfällen kommen.

Schwache Menüführung und fehlender Wettereinfluss

Trotz der zahlreichen Stärken muss auch DiRT 2 ein wenig Kritik über sich ergehen lassen. Der wohl stärkste Schwachpunkt des Spiels sind die Menüs, obwohl diese optisch als Element einer detaillierten und verspielten Wohnwagen-Innenausstattung durchaus ansprechend gestaltet sind. Einige PC-Spieler dürften sich vor allem über die fehlende Mausunterstützung ärgern, die man bei einer PC-Umsetzung mehr oder weniger als Pflichtaufgabe betrachten kann. Davon abgesehen patzt die Menüführung an einigen Punkten und versorgt den Spieler mit nur wenigen Informationen, so dass z.B. der Vergleich mehrerer Wagen mehrfaches hin- und herblättern erfordert. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass in DiRT 2 die fantastische Grafik und das gelungene Fahrverhalten leider nicht genutzt werden um verschiedene Wettersituationen zu simulieren. Dabei hätte vor allem starker Regen durch die schwache Sicht und die Verschlammung der Strecke eine interessante Herausforderung für alle routinierten Fahrer sein können. Außerdem würde so die eher geringe Anzahl der Strecken weniger stark ins Gewicht fallen, da die Anzahl an Variationen durch unterschiedliche Wetterbedingungen zunehmen würde.

Praktische und unterhaltsame Wiederholungen

Nach der Zieldurchfahrt besteht im Singleplayer die Möglichkeit sich eine Wiederholung des gesamten Rennens anzusehen und dabei zwischen mehreren festen oder einer automatisch wechselnden Kameraperspektive zu wählen. Zusätzlich kann die Wiederholung beliebig angehalten, beschleunigt oder zurückgespult werden. Der praktische Nutzen liegt in der Möglichkeit eigene Fahrfehler zu erkennen und später zu beseitigen. Weit weniger praktisch aber definitiv extrem unterhaltsam ist die Betrachtung der Wiederholung mittels der automatisch wechselnden Kameraperspektive, die dem Betrachter das gerade gefahrene Rennen mit fantastischen Bildern und genialem Soundtrack präsentiert. Oftmals sind die Wiederholungen wesentlich interessanter und teilweise sogar schöner als diverse Motorsport-Fernsehübertragungen. Leider können die Wiederholungen nicht gespeichert werden, so dass ein Vergleich mit anderen Spielern oder Rekordfahrten kaum möglich ist. Die ausgezeichnete Technik des Spiels senkt außerdem den Frustfaktor bei schweren Rennunfällen oder ärgerlichen Drehern, da dem Spieler je nach Schwierigkeitsgrad einige direkte Rückblenden im Rennen zur Verfügung stehen. Wer den Wagen wenige Meter vor der Ziellinie gegen einen Baum gesetzt hat, der kann einfach einige Sekunden zurückspringen, stärker bremsen und einlenken und so den Fehler vermeiden. Gerade auf den teilweise bis zu acht Kilometer langen Rallyestrecken nimmt man diese Hilfe gerne in Anspruch. Die Verbindung zwischen Anzahl der zur Verfügung stehenden Rückblenden und Schwierigkeitsgrad sorgt dafür, dass es trotz dieser Hilfe nicht zu einfach wird. Für den Spieler ist es jedoch sehr angenehm zu wissen, dass ein einziger Fahrfehler nicht das ansonsten perfekte Rennen ruiniert. Unabhängig von den Rückblenden können laufende und auch beendete Rennen sofort neu gestartet werden, falls das Ergebnis einmal nicht dem eigenen Anspruch genügen sollte.

Technik: Fantastische Grafik und toller Sound

Die in DiRT 2 verwendete Ego-Engine begeisterte unter anderem bereits in Racedriver: GRID und überzeugte dank niedriger Hardwareanforderungen, fantastischer Grafik und eines detaillierten Schadenmodells. Was in GRID bereits gut aussah, sieht in DiRT 2 noch besser aus. Zahlreiche Licht- und Partikeleffekte erschaffen im Zusammenspiel mit detaillierten Modellen und scharfen Texturen das bisher schönste Rennspiel. In einigen Momenten kommt das Spiel dem Fotorealismus sehr nahe, zum Beispiel wenn während der Fahrt Wasser und Schlamm auf die Windschutzscheibe gewirbelt werden. Der Scheibenwischer beseitigt den gröbsten Schmutz innerhalb seiner Reichweite, während an den Rändern der Scheibe das Wasser durch den Fahrtwind langsam wegfließt und der verbleibende Dreck dem Fahrer in der Cockpit-Ansicht im Verlauf des Rennens immer mehr vom Sichtfeld wegnimmt. Die abwechslungsreichen Kurse, die nahezu jede erdenkliche Landschaft nachstellen, sind ein weiterer wichtiger Baustein des grafischen Gesamteindrucks. Die maximalen Grafikeinstellungen setzen das Vorhandensein einer DirectX11-Grafikkarte voraus, die es aktuell nur in Form der ATI Radeon 5000er Serie gibt. Aber auch ohne DirectX11-Effekte sieht DiRT 2 absolut fantastisch aus. Die Hardwareanforderungen sind gleichzeitig sehr moderat und ermöglichen auch auf älteren Systemen eine ruckelfreie Darstellung. Wer sich bezüglich seiner Hardware unsicher ist, sollte einfach einen Blick auf die [kostenlose] DiRT 2 Demo werfen. Rein technisch ist DiRT 2 der Konkurrenz enteilt, denn neben der Grafikpracht überflügeln auch das Schadensmodell und die Rückblenden-Funktion die Spiele der Konkurrenz.

Zu der imposanten Grafik gesellen sich wuchtige Motorensounds, die selbst auf schwachen Soundsystemen das Vorhandensein eines PS-starken Motors ohne weiteres naturgetreu wiedergeben können. Die Auswahl der Soundtracks, die in den Menüs und in den Rennwiederholungen zu hören sind, ist erstklassig. Unter den Soundtracks befinden sich Titel wie Steve McQueen von The Automatic, Little Sister von Queens of the Stone Age und My Delirium von Ladyhawke. Obwohl sich die zahlreichen Soundtracks teilweise stark unterscheiden sind alle sehr passend und atmosphärisch. Bezüglich des Sounds gibt es bei DiRT 2 nichts zu beanstanden.


Fazit: Racing-Game des Jahres

Die ausgezeichnete Grafik, das exzellente Fahrverhalten, der brachiale Sound, die nützlichen Rückblenden, das detaillierte Schadensmodell, die clevere KI und die genialen Streckendesigns machen aus Colin McRae: DiRT 2 das aktuell eindeutig beste Gesamtpaket in Sachen Racing-Game. Die verschiedenen Disziplinen sorgen in Verbindung mit den unterschiedlichen Wagenklassen für genügend Abwechslung, während Multi- und Singleplayer durch ihre Zugänglichkeit begeistern. Weit weniger begeisternd ist die unübersichtliche und an die Konsolen optimierte Menüführung, die weit unter den Möglichkeiten des Spiele-PCs bleibt. Auch bei den Strecken hätte Codemasters ruhig noch einige Abwandlungen oder vollkommen neue Designs hinzufügen können, da die Gesamtanzahl nicht überzeugt und bei einigen Wettbewerben im Singleplayer sogar die gleiche Strecke direkt hintereinander gefahren werden muss. Den Kritikpunkten des Spiels stehen jedoch eine gewaltige Anzahl an positiven Eigenschaften gegenüber und fallen während des Fahrens eh nicht auf. Wer eine umfangreiche Simulation oder einen Arcade-Racer erwartet, der wird von DiRT 2 enttäuscht sein, denn das Spiel bedient keines der beiden Felder ausschließlich. Wer hingegen ein realistisches Fahrverhalten und ein leicht zugängliches Spiel sucht ist mit Colin McRae: DiRT 2 bestens bedient. Der Entwickler Codemasters liefert ein kerngesundes Rennspiel ab, welches das Segment zwischen Arcade-Racing und Simulation für sich erobert hat.


Bewertung

Singleplayer: 4 / 5
Multiplayer: 4 / 5
Grafik: 5 / 5
Sound: 5 / 5
Atmosphäre: 5 / 5
Story: nicht vorhanden
Umfang: 4 / 5
Gesamtbewertung: 5 / 5


Kommentar von YoMaN:
Verdammt, ist das geil!

Tja, soll man hier noch große Worte verlieren oder dieses Game einfach für sich sprechen lassen? Ich tendiere zu letzterem, versuche es aber dennoch mit Worten.

Die Kurzfassung lautet: Dirt2 für den PC ist nun im Handel erhältlich und dominiert die vorhandene Konkurrenz völlig. Es übertrifft sogar die beiden eigenen Vorgänger Dirt(1) und GRID, die jeweils für sich bereits deutliche Steigerungen gegenüber der alten puren "McRae" Rennserie waren.
Punkt, Ende, Aus, alles gesagt, ich muss weg, weiter mit Dirt2 über die Strecken heizen... doch halt, es gibt auch eine Langfassung:

Electronic Arts diesjährige Ausgabe von Need for Speed war der Versuch der Konkurrenz, aus den eigenen Fehlern zu lernen und gleichzeitig mit gelungenem Abkupfern bei den genannten Vorgängern Need for Speed mit dem Stil dieser zu vereinen. Allerdings kann man dies wohl spätestens im Angesicht von Dirt 2 für den PC wohl unter "gut gemeint ist nicht gut gemacht" verbuchen, denn an der entscheidenden Stelle für ein Rennspiel, dem Fahrverhalten, haperte es mit dem Versuch dann letztlich auf der Zielgraden, wo ihm der Sprit ausgeht und Dirt2 locker vorbeizieht. Allerdings sah es aufgrund diverser Verschiebungen von Dirt2 , die offiziell der Implementierung der doch eher marginalen DirectX11-Effekte geschuldet sind - und keinesfalls der Vermeidung von Raubkopien, da auf Konsolen ja extrem weniger raubkopiert wird, denn Weihnachten und Ostern fallen dieses Jahr schließlich auch zusammen, wie jeder weiß - doch so aus als sollte SHIFT das einzig relevante Rennspiel des Jahres 2009 bleiben. Doch Codemasters gelang das Release von Dirt2 für den PC noch passend vor dem Jahresende und so kann man nur deutlich konstatieren: das Rennspiel 2009 kommt wie schon 2008 mit GRID aus dem Hause Codemasters und heißt in diesem Fall Dirt2. Eine absolut runde Sache ist hier gelungen und auch Besitzer von Grafikkarten, die nicht das neue DirectX11 beherrschen, dürfen vor Freude aufspringen: Es funktioniert nicht lediglich nur gerade noch so auf euren alten Mühlen, es rennt. Und sieht nicht einmal wesentlich schlechter aus. Besitzer der neuen Karten haben jedoch gleich in zweierlei Hinsicht einen Vorteil: Sie genießen die leicht bessere Grafik UND bekommen mitunter das Spiel noch gratis als Beilage dazu. Da weiß man doch gleich, dass sich das Hardwareupgrade gelohnt hat! Dirt2 macht letztlich fast alles richtig: Überragende Grafik bei niedrigen Hardwareanforderungen, tolles Fahrverhalten, viele Autos, viele Rennmodi, ein Schadensmodell das sich gewaschen hat und die Autos im Zweifelsfall in Einzelteile zerlegt... einfach alles, bis auf eine größere Abwechslung an Strecken. Schade, hier wurde dann doch ein wenig gespart. Aber die diversen Möglichkeiten mit komplett verschiedenen Wagentypen über die Strecken zu heizen in unglaublicher Detailpracht, macht das mehr als wett. Es macht einfach verdammt viel Spaß, und das ist immer noch das Wichtigste an einem Game.

Bleibt nur zu sagen: Codemasters, weiter so! Weitere Verbesserungen sind jedoch immer gern gesehen. Und an EA: Codemasters hat euch offiziell einen ganz, ganz dicken Brocken vorgelegt, an dem eure hauseigene Rennserie nun im dritten Jahr einmal mehr nicht vorbeikommt, Three-in-a-row sozusagen. Wenn sich ein Need for Speed im Jahre 2010 in irgendeiner Weise mit Dirt2 messen will, habt ihr viel Arbeit vor euch ... verdammt viel Arbeit. Und wenn es ganz hart kommt, steht dann eventuell bereits ein GRID 2 vor der Tür ... ;)

Ich muss wieder weg, mein Gamepad malträtieren, gegnerische Autos als Bande benutzen und als erster ins Ziel kommen, oder weiter um Zehntelsekunden auf den Rallyestrecken kämpfen. Bis dann!


Dieser Artikel wurde erstmalig 2009 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht. Autoren: RedBasti (Text und Screenshots) und YoMaN (Ergänzungen).

Autor: RedBasti



Spieletest zu Colin McRae: DiRT 2

von RedBasti
Bewertung: 5 von 5 Sterne
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