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Spore


Review bzw. Test der umfassenden Simulation Spore von Will Wright.


Will Wright ist unbestritten einer der kreativsten Köpfe unter den Spieledesignern. Unter seiner Führung entstand der Bestseller Die Sims, welcher sich den traditionellen Genregrenzen weitestgehend entzog und den Alltag mehrerer Familien als Simulation auf den PC brachte. Aber auch der Klassiker und Meilenstein Sim City geht auf das Konto von Will Wright, ebenso wie viele andere Spiele, die mit dem Wort „Sim“ beginnen. Unter den Sim-Spielen finden sich dabei auch reichlich abstruse Erscheinungen, wie die Ameisensimulation Sim Ant. Spore ist Wrights neueste Schöpfung und simuliert nicht weniger als die Entwicklung kleiner Organismen in der Ursuppe zu hoch entwickelten Kreaturen, die selbstverständlich die Weiten des Weltraums erkunden und weitere Planeten besiedeln und erobern. Die sich in Spore entwickelnden Kreaturen stehen am Ende immer als Herrscher über mindestens einen Planeten da, doch wo steht Spore selbst?


Eine Verpackung, fünf Spiele

Der Weg vom primitiven Organismus bis zum Weltraumeroberer scheint ein langer zu sein. Spore macht es dem Spieler jedoch relativ einfach und teilt die Entwicklung in fünf Phasen ein, die sich jeweils in relativer kurzer Spielzeit abschließen lassen. Innerhalb weniger Stunden krabbeln die Kreaturen aus dem Wasser ans Land und sitzen wenig später schon in ihren Raumschiffen. Zunächst muss jede Phase freigeschaltet werden, daher beginnt das erste Spiel mit der ersten Phase. Wer in der fünften und letzten Phase angekommen ist darf fortan sofort bei einer neuen Partie sofort bei einer Phase seiner Wahl einsteigen. Einen detaillierten Überblick über alle fünf Phasen gibt es im folgenden Abschnitt.

Die fünf Entwicklungsphasen
1. Zellenphase: Der Spieler beginnt mit einem primitiven Organismus und muss in der Ursuppe je nach Wahl pflanzliche oder tierische Futterstücken sammeln. Später gibt es natürlich auch die Möglichkeit einen Allesfresser zu erschaffen. Eingesammeltes Futter lässt den Organismus wachsen und erhöht die Zahl der DNA-Punkte. Außer Futter wird auch nach neuen Körperteilen gesucht, die durch die Tötung anderer Organismen erhältlich werden oder aus kleinen Asteroidenklumpen gewonnen werden können. Der Spieler kann jederzeit nach einem Paarungspartner für seine Kreatur rufen um anschließend im Editor die DNA-Punkte in den Ausbau des Körpers zu investieren und dem Organismus so neue oder verbesserte Fähigkeiten zu verleihen. Der Spieler hat nicht sehr viel zu tun und jagt eigentlich nur den Teilen im Wasser hinterher und versucht gleichzeitig größere und sehr gefräßige Organismen zu umgehen. Allerdings können auch Pflanzenfresser durch ein paar Stacheln oder andere Abwehrmechanismen am Körper äußerst wehrhaft sein und Gegner verwunden oder töten. Wenn genügend DNA-Punkte zusammengekommen sind kann der Spieler seiner Kreatur Beine hinzufügen und diese so ans Land krabbeln lassen, die nächste Phase beginnt.

2. Kreaturenphase: Die Kreaturen begeben sich an Land und bauen dort ein Nest. Im Nest können Paarungspartner aufgesucht werden, die erneut den Zugang zum Editor und so die Modifikation der eigenen Spezies erlauben. Ansonsten ist das Nest Zufluchtsort, denn die eigene Kreatur wird hier geheilt und kann je nach Größe des Gehirns weitere Artgenossen dem Rudel hinzufügen und mit diesen gemeinsam die Welt erkunden. Das Ziel dieser Phase ist es wieder möglichst viele DNA-Punkte zu sammeln. Diese gibt es entweder für das Erlegen anderer Tiere oder für den friedlichen Austausch mit Tieren eines anderen Nests. Für das Fressen oder das Sozialisieren mit anderen Tieren gibt es außerdem neue Körperteile für den Editor. Ab und zu beziehen die eigenen Artgenossen ein neues Nest und veranlassen so den Spieler zu einer Wanderung mit seiner Kreatur. Bei seinen Rundgängen stößt der Spieler auf essbare Pflanzen, andere Tiere und ihre Nester, Skeletthaufen, die neue Körperteile bereit halten und auf sehr große Fleischfresser, die man lieber meiden sollte. Gelegentlich lässt sich sogar ein Raumschiff blicken oder Meteoriteneinschläge hämmern auf den Planeten. Wenn genügend DNA-Punkte gesammelt wurden wächst das Gehirn der eigenen Kreatur weiter und ermöglicht die Gründung von Stämmen.

3. Stammesphase: Mit Beginn der Stammesphase erhält der Spieler erstmals die direkte Kontrolle über mehrere Kreaturen. Ziel dieser Phase ist es sich mit anderen Stämmen zu verbünden oder diese zu vernichten. Als Ressource dienen in dieser Phase des Spiels Tiere und Pflanzen, die gejagt, bzw. gesammelt werden, um anschließend im Dorf gelagert zu werden. Jedes Stammesmitglied muss sich regelmäßig von den Vorräten im Dorf ernähren, ansonsten droht der Hungertod. Wer genügend Ressourcen gesammelt hat kann seine Einwohnerzahl erhöhen oder auch das Dorf um weitere Gebäude ergänzen. Für die Eroberung anderer Stämme ist der Bau von Waffen hilfreich, welche in einer eigenen Hütte gefertigt werden und dort von den Stammesmitgliedern abgeholt werden können. Wer sich lieber mit anderen Stämmen verbünden möchte, der sollte lieber Hütten aufstellen, in denen Musikinstrumente produziert werden, da sich mit diesen andere Stämme beeindrucken lassen. Sobald alle Stämme in der Umgebung besiegt wurden oder sich mit dem eigenen Stamm verbündet haben geht es weiter mit dem Fortschritt. Aus dem Stammesdorf wird eine Stadt.

4. Zivilisationsphase: Welche Spezies über den Planeten herrscht ist vorerst geklärt: die eigene. Nun entwickeln sich auf dem Planeten nach und nach Dörfer zu Städten, die auch gleichzeitig eine eigene Nation bilden. Diese Phase ist erst dann beendet, wenn der Spieler alle Städte unter seine Kontrolle gebracht hat. Dabei folgt jede Stadt einer Spezialisierung und ist militärisch, wirtschaftlich oder religiös ausgerichtet und kann dementsprechende Fahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge bauen. Der Unterschied zwischen diesen drei Spezialisierungen hält sich jedoch in Grenzen. Militärische Einheiten schießen Städte zu Klump und nehmen diese dann in Besitz. Wirtschaftliche Einheiten hingegen eröffnen Handelsrouten, die es nach kurzer Zeit ermöglichen andere Städte einfach zu kaufen. Religiöse Einheiten konvertieren die Stadt Stück für Stück bis sie der eigenen Nation angehört. Der Spieler kann jede Stadt um Fabriken, Wohnhäuser und kulturelle Einrichtungen erweitern um die Produktion, die Zahl der möglichen Einheiten und die Zufriedenheit zu steigern. Zusätzliches Einkommen gibt es durch den Abbau von Gewürzen, die sich außerhalb der Städte befinden und die einzige Ressource darstellen.

5. Weltraumphase: Da nun alle Mitglieder der eigenen Spezies auf dem Heimatplaneten unter einer Flagge leben kann die Erkundung des Weltraums beginnen. Der Spieler bekommt immer wieder Aufträge von seinem Heimatplaneten und reist wie ein Wilder durch die Galaxie um diese Aufgaben zu erfüllen. Mal muss eine Kolonie gegründet werden, dann wieder muss eine andere verteidigt werden. Zwischendurch werden unbekannte Planeten und ihre Bewohner untersucht. Auf seinen Reisen erhält der Spieler immer wieder neue Teile für sein Raumschiff, die dem Schiff weitere Funktionen hinzufügen. Diese Phase lässt dem Spieler die größte Freiheit, hat jedoch kein fest vorgeschriebenes Ziel und ist endlos.

Evolution in wenigen Stunden

Obwohl sich die fünf Phasen von Spore deutlich unterscheiden und jeweils neue Aspekte hinzufügen ist der Prozess der Evolution schon nach ca. drei Stunden abgeschlossen. Abgesehen von der Weltraumphase ist jede vorhergehende Phase sehr schnell beendet. Die Ursache für diese schnelle Entwicklung vom primitiven Organismus zum Weltraumtouristen ist der insgesamt recht simple und monotone Spielablauf. Die Aufgaben und Möglichkeiten jeder einzelnen Phase lassen sich vom Spieler binnen weniger Minuten komplett erfassen, so dass auch Einsteiger in kurzer Zeit eine Phase nach der anderen durchlaufen. Leider ist die Verbindung zwischen den einzelnen Phasen sehr schwach geraten. Wer in der Zellenphase einen Fleischfresser gesteuert hat, der bekommt einen starken Schrei als Spezialfähigkeit seiner Kreatur, der alle anderen Kreaturen in der Umgebung die Flucht ergreifen lässt. Pflanzenfresser hingegen können mit einem Sirenengesang wütende Fleischfresser besänftigen und diese dann unbeschadet passieren. Die weitere Verknüpfung zwischen den nächsten Phasen gestaltet sich ähnlich: Fleischfresser entwickeln sich zu aggressiven Stämmen und später zu militärischen Städten, während friedliebende Pflanzenfresser eher diplomatische Töne anschlagen. Immerhin ist diese Verknüpfung je nach Spieler genug Ansporn um Spore mehrfach durchzuspielen und sich abwechselnd als aggressive oder friedliebende Spezies durchzusetzen. Eine stärkere Verknüpfung der einzelnen Phasen wäre natürlich wünschenswert gewesen und hätte das Spiel konsequenter erscheinen lassen. Wer übrigens direkt in die Kreaturenphase einsteigt hat die eben genannte Spezialfähigkeit, die aus dem Verhalten während der Zellenphase resultiert, nicht zur Verfügung. Im Allgemeinen bereitet es jedoch keine Probleme erst bei den späteren Phasen einzusteigen.

Anspruch und Wirklichkeit

Spore versucht viele bereits bekannte Spiele und Genres in sich zu vereinigen und so praktisch ein universales Spiel zu erschaffen. Entwickler Maxis stellt sich mit diesem Anspruch praktisch der größten Herausforderung, der sich ein Spieleentwickler stellen kann. Es geht um nicht weniger als die Aufzucht der eierlegenden Wollmilchsau. Tatsächlich bietet Spore viele Möglichkeiten und spielt sich mal wie ein Aufbauspiel, mal wie die Personensimulation Die Sims und hier und dort auch wie ein Echtzeit-Strategiespiel. Problematisch ist jedoch, dass jeder dieser einzelnen Bereiche in seiner Umsetzung extrem simpel geraten ist und den Spieler gerade in den ersten vier Phasen zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln kann. In Phase eins hat der Spieler bereits nach spätestens zehn Minuten alles gesehen, was den Wiederspielwert auf ein absolutes Minimum senkt. Es verhält sich in den späteren Phasen leider nicht anders: nach wenigen Minuten stellt sich eine Routine ein und man versucht nur den Balken am unteren Bildschirmrand durch das Sammeln von DNA-Punkten, dem Erobern anderer Stämme oder der Vernichtung anderer Nationen möglichst schnell aufzufüllen um zur nächsten Phase zu gelangen.

Mächtiger Editor ohne Wirkung

Der größte Pluspunkt ist der Editor von Spore. In diesem lassen sich Kreaturen, Häuser, Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge und Raumfahrzeuge erstellen. Dabei werden viele vorgegebene 3D-Objekte verwendet, die durch einfaches Ziehen an den Achsen in ihrer Form verändert werden können oder durch Benutzung des Mausrads kleiner oder größer gemacht werden. Hat man eine Grundform gefunden, so kann man aus einer reichhaltigen Objektbibliothek weitere Details hinzufügen. Der Kreativität des Spielers sind hier keine Grenzen gesetzt. Vom süßen Küken bis zum fiesen Fleischfresser lässt sich jede Kreatur erstellen. Auch in den anderen Rubriken kann der Spieler seine Vorstellungen verwirklichen: Piratenschiff, moderne Marineeinheiten, Stahljäger, Drehpropellerflugzeuge, Sternenkreuzer – es gibt keine Grenzen. Wer Spaß daran hat immer neue Objekte zu erstellen wird bei Spore genügend Objekte, Formen und Farben vorfinden um seinen Drang nach Erschaffung neuer Gegenstände oder Kreaturen ausleben zu können. Der Editor lässt praktisch alles zu, ist aber trotzdem intuitiv bedienbar und bedarf eigentlich keiner Erklärung, obwohl sich selbst kleinste Details noch individuell in Form, Farbe und Oberfläche anpassen lassen. Wer weniger Lust an der Erstellung eigener Objekte hat kann einfach eine der vielen Vorlagen der Entwickler wählen und diese benutzen.

Der Editor bietet großartige Möglichkeiten, von denen das Spiel Spore selbst leider kaum Gebrauch macht. Was der Spieler im Editor zusammenbaut beeinflusst den Spielverlauf nach der Stammesphase nicht im Geringsten. Ob man einen Panzer zusammenbaut, der über unzählige Geschütze und ein schweres Chassis verfügt oder einfach einen kleinen unbewaffneten Klotz auf die Reise schickt macht für das Spiel selbst leider keinen Unterschied. Die Werte für Angriff und Panzerung werden leider nicht durch die Arbeit im Editor beeinflusst. Hier verspielt Spore eine große Chance. Würde der Editor maßgeblichen Einfluss auf das Spiel haben, so könnte man sicher sehr lange darüber grübeln wie sich die idealen Einheiten zusammensetzen und sich auch angeregt mit anderen Spielern darüber unterhalten. Auch der Detailreichtum der selbst erstellten Objekte wird nur beim Reinzoomen sichtbar. Die meiste Zeit ist die Kamera jedoch sehr weit von den Einheiten entfernt, da man sonst auf dem Planeten schnell die Übersicht verliert. Wer sehr viel Zeit auf die Erstellung eigener Objekte verwendet wird vom Spiel leider nicht dafür belohnt.

Das Universum für einen Spieler

Über einen Multiplayer verfügt Spore nicht. Gegnerische Stämme, Nationen und Zivilisationen werden immer vom Computer gesteuert. Ein indirekter Austausch zwischen den Spielern ist trotzdem vorhanden. Wer im Editor eigene Kreaturen und Objekte erstellt hat kann diese nach abgeschlossener Registrierung online für andere Spieler verfügbar machen. Gleichzeitig werden natürlich auch die erstellten Inhalte anderer Spieler für den eigenen Bedarf verfügbar. Die von anderen Spielern erstellten Kreaturen und Objekte werden heruntergeladen und von der KI gesteuert und vergrößern so die Vielfalt an Objekten und Lebensformen. Die Ergänzung des Spiels um die Schöpfungen anderer Spieler ist ein nettes Feature, ersetzt aber keinen vollwertigen Multiplayer-Modus.

Designschnitzer

Spore ist ohne Zweifel ein großes Projekt und erforderte viel Aufmerksamkeit der Entwickler, damit aus den einzelnen Phasen ein großes Gesamtwerk werden kann. Während der Entwicklung haben sich jedoch einige spieltechnische Fehler eingeschlichen, die den Spielspaß deutlich reduzieren und den Frustfaktor erhöhen. So hat das Interface bezüglich der Gruppierung von Einheiten deutliche Schwächen und offenbart erst auf einen genaueren zweiten Blick, welche Einheiten gerade angewählt sind. Ein weiteres Ärgernis ist, dass sich die Kamerasteuerung von Phase zu Phase leicht verändert. Warum man hier kein einheitliches System gewählt hat ist unverständlich. Wenig durchdacht ist auch die Raumschiffsteuerung, was sich schon im dazugehörigen Tutorial offenbart. Wer Tiere aus einem Wald in das Innere des Raumschiffs beamen soll, der kann meist erst einige Schleifen um den Wald fliegen bis er die Tiere endlich entdeckt – die unflexible Kamerasteuerung macht es möglich. Auch die fast konsequente Weigerung der Entwickler Hotkeys anzubieten dürfte viele Spieler verärgern. Ebenso ist die eigentlich gelungene Erkundung des Weltraums durch Fehler der Entwickler teilweise eher frustrierend als spaßig. Nach einiger Zeit prasseln nur so die Aufträge auf den Spieler ein und spätestens mit dem ersten Feindkontakt ist man als Spieler nur noch damit beschäftigt einen Brandherd nach den anderen zu bekämpfen. Das Spiel wird zu einer großen Hetzerei, die man nach kurzer Zeit genervt abbricht.

Hübsche Kreaturen, verwaschene Texturen – Grafik und Sound

Aus grafischer Sicht bietet Spore ein durchwachsenes Bild. Die Kreaturen und Objekte selbst sehen durchaus gut aus, während die Landschaft detailarm und mit reichlich verwaschenen Texturen daherkommt. Die Animationen der Kreaturen sind zunächst nett anzusehen, wiederholen sich jedoch sehr schnell und weisen keine Variationen auf. Die mäßige Landschaftsgrafik ist natürlich auch ein Resultat der großen Spielwelt, da diese mit einem hohen Detailgrad die Hardwareanforderungen garantiert in die Höhe treiben würde. Trotzdem sind einige grafische Schnitzer schon sehr arg und trüben den Gesamteindruck deutlich.

Der Sound bietet einige Unterschiede bezüglich der Kreaturen, so dass zum Beispiel Kreaturen mit einem Schnabel deutlich anders klingen als Raubtiere mit einem scharfen Gebiss. Die Geräusche und die Sprache der Kreaturen sind jedoch durchaus stimmig und passen zum jeweiligen Aussehen. Doch auch beim Sound stößt der Spieler schnell auf die ersten Wiederholungen. Das musikalische Angebot von Spore ist sehr schwach kann beim Besten Willen eigentlich nur mit dem als Fahrstuhlmusik bekanntem Gedudel verglichen werden.[


Fazit

Spore ist prinzipiell ein innovatives Spiel und belebt die Idee eines universellen Spiels, das genreübergreifend funktioniert. Der Grundgedanke zu Spore ist durchaus verheißungsvoll und ließ auf ein Spiel hoffen, in dem der Spieler auch nach Wochen oder gar Monaten immer wieder neue Entdeckungen macht. Nach der Betrachtung des fertigen Spiels bleibt jedoch ein sehr fader Geschmack zurück. Tatsächlich sind die Abläufe des Spiels meist nach wenigen Minuten verinnerlicht, so dass sich ein monotones Spielerlebnis einstellt. Spore deckt viele Bereiche und Genres ab, jedoch wesentlich schlechter als es ein auf ein Genre spezialisiertes Spiel tut. Die großen Möglichkeiten, die der wirklich exzellente Editor bereitstellt, werden vom Spiel nicht genutzt, so dass die vielen verschiedenen Variationen ein optisches Gimmick ohne spielerische Tiefe bleiben. Für Casual-Gamer ist Spore jedoch sicherlich interessant, da es viele Spiele und Ideen in einem Paket liefert. Zugegeben, die kleinen Monster können schon für ein Lächeln auf dem Gesicht des Spielers sorgen, wenn sie sich gegenseitig hezen oder zusammen um das Lagerfeuer tanzen. Gemessen an dem Hype um Spore kann man jedoch trotzdem nur von einer Enttäuschung sprechen.


Bewertung

Singleplayer: 1 / 5
Multiplayer: nicht vorhanden
Grafik: 2 / 5
Sound: 2 / 5
Atmosphäre: 2 / 5
Story: 1 / 5
Gesamtbewertung: 1 / 5


Kommentar von RedBasti:
Spore ist für mich eine absolute Enttäuschung. Die vielen Unstimmigkeiten im Gameplay und der geringe Anspruch machen das Spiel schon nach sehr kurzer Zeit reichlich uninteressant. Dabei hat man sich doch gerade bei Spore erhofft ein immer wieder neues Spiel zu erleben und Arten zu erschaffen, die sich vollkommen unterschiedlich spielen. Hier liegt die große Schwäche von Spore: trotz optischer Vielfalt sind die Spielabläufe erschreckend monoton und langweilig. Auch der Grundgedanke der Evolution ist mir zu seicht umgesetzt, da man seine Kreatur im Editor in jeder Beziehung drastisch verändern kann und so keine kontinuierliche Entwicklung durchlaufen muss, sondern immer wieder eine von Grund auf neue Spezies erschaffen kann. Der Editor ist für mich der einzige Glanzpunkt eines Spiels, das an seinen eigenen Ansprüchen scheitert. Auf ein gutes universales Computerspiel werden wir wohl weiterhin warten müssen. Die ersten Addons sollen schon bald folgen. Hoffentlich schrauben diese kräftig am Gameplay, anstatt nur die Objektbibliotheken zu erweitern.



Dieser Artikel wurde erstmalig 2009/2010 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht.

Autor: RedBasti



Spieletest zu Spore

von RedBasti
Bewertung: 1 von 5 Sterne
Stern

Artikelreview zum Spiel Spore aus dem Genre Simulationen (Videospiele) von Entwickler Maxis und herausgegeben von Electronic Arts
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