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Command & Conquer 3: Tiberium Wars


Command & Conquer 3: Tiberium Wars setzt die beliebte Tiberiumserie fort und ist der Vorgänger von Tiberian Twilight.


Wenn man dem neuesten Spross der Command & Conquer-Reihe trauen darf werden Umweltverschmutzung und Überbevölkerung im Jahre 2047 kein wichtiges Thema sein. Die Probleme sind noch weit schlimmer: die giftige, außerirdische Substanz Tiberium verseucht weiterhin den Planeten und der Konflikt zwischen der Globalen Defensiv Initiative (GDI) und der Bruderschaft von Nod (Nod) schwillt wieder an. Zu allem Überfluss startet auch noch eine Alieninvasion, welche eine dritte Partei (Scrin) in den Krieg einsteigen lässt. Willkommen mitten im dritten Tiberiumkrieg.

Command & Conquer: Tiberium Wars ist der dritte Tiberiumteil innerhalb der Command & Conquer-Serie und ist der direkte Nachfolger von Tiberian Sun (1999 veröffentlicht) und Der Tiberiumkonflikt (1995 veröffentlicht, engl. Tiberian Dawn). 17 Jahre sind seit dem zweiten Tiberiumkrieg in Tiberian Sun vergangen. Die GDI ist inzwischen mehr und mehr zu einem Superstaat verschmolzen, während Nod im Untergrund erneut Pläne für die Rache an der GDI schmiedet. Die Bruderschaft von Nod wird erneut vom charismatischen, ebenso wie verrückten Kane angeführt, welcher wie in den beiden Vorgängern erneut von Joe Kucan verkörpert wird. Das Tiberium hat sich inzwischen weiterentwickelt und verbreitet sich nun vollkommen selbstständig ohne Sporenbäume und ist kaum aufzuhalten bei seiner Verbreitung. Durch die Tiberiumverseuchung und den seit Jahrzehnten währenden Krieg sind 30% der Erde für Menschen vollkommen unbewohnbar, dies sind die sogenannten roten Zonen. Die Hälfte des Planeten ist stark geschädigt, allerdings noch bewohnbar. Armut und Anarchie beherrschen diese als gelbe Zonen klassifizierten Gebiete, in denen vor allem die Bruderschaft ihre Kämpfer rekrutiert und in denen ein Großteil der Bevölkerung lebt. Die restlichen 20% der Welt zeigen geradezu utopische Zustände und profitieren von der unerschöpflichen Ressource Tiberium. Diese blauen Zonen unter Kontrolle der GDI zeigen uns eine strahlende Zukunft.

Bisherige Command & Conquer-Spiele ohne Add-ons
1995 - Der Tiberiumkonflikt (Tiberian Dawn)
1996 - Alarmstufe Rot (Red Alert)
1997 - Sole Survivor
1999 - Tiberian Sun
2000 - Alarmstufe Rot 2 (Red Alert 2)
2002 - Renegade (Shooter)
2003 - Generäle (Generals)
2007 - Tiberium Wars

Viel Zoff ums Tiberium - Der Singleplayer

Das Spiel bietet für jede der drei Fraktionen eine Kampagne. Die Kampagnen von Nod und GDI sind relativ lang und beschäftigen den Spieler für mehrere Stunden, während die Kampagne der Außerirdischen nur aus vier Missionen besteht. Die Kampagnen laufen parallel und erzählen die gleiche Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Zwei verschiedene Enden, wie bisher bei diversen Command & Conquer-Titeln üblich, gibt es nicht.

Auf der Seite der GDI muss der Spieler nach einem Überraschungsangriff von Nod erst einmal für Ordnung sorgen und die Strukturen der GDI wieder herstellen. Sobald das geschafft ist beginnt der Gegenangriff, der in einem schrecklichen Unfall endet und direkt in die Alieninvasion mündet. Während der Kampagne verfolgt der Spieler auch einen Konflikt innerhalb der GDI, bei dem es vor allem um den Umgang mit dem hochgiftigen Tiberium geht. Viele bei der GDI würden das Tiberium lieber heute als morgen endgültig vernichten, während andere den Einsatz von Tiberium auch in Form von Waffen für notwendig halten.

In der Nod Kampagne muss zunächst der Überraschungsangriff vorbereitet werden. Anschließend beginnt der Überfall auf eine der von der GDI kontrollierten blauen Zonen. Danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und der Spieler findet sich mitten in heftigen Abwehrschlachten mit der GDI wieder. Die Alieninvasion führt endgültig zum Ausbruch von Konflikten innerhalb der Bruderschaft. Der Spieler kann hier leider keine eigenständige Entscheidung treffen und den Verlauf der Story auch nicht beeinflussen. Trotzdem bietet die Nod-Kampagne eine sehr gut erzählte Story, die in dieser Form wirklich nicht häufig anzutreffen ist.

Sobald die Nod- und GDI-Kampagne beendet sind kann der Spieler die Scrin-Kampagne der Außerirdischen beginnen. Obwohl diese Kampagne sehr kurz ist, ist sie doch sehr interessant. Die Außenansicht der Aliens auf die Menschen ist in den Videosequenzen exzellent dargestellt und auch einige Fragen der Storyline über das Tiberium-Universum werden beantwortet. Leider bleiben aber auch einige der Fragen, die so manchen Spieler seit 1995 beschäftigen, unbeantwortet.

Die Kampagnen bieten eine solide Storyline, welche durch die HD-Videos erzählt wird. Die Videos steigern die Atmosphäre und sind eine willkommene Abwechslung zu den Storydarstellungen in der Spielgrafik, wie es bei anderen Echtzeitstrategie-Titeln inzwischen üblich ist. Electronic Arts Los Angeles (EALA) hat keine Kosten gescheut und neben Joe Kucan viele bekannte Schauspieler wie Billy Dee Williams (Star Wars), Josh Halloway (Lost) und Jennifer Morrison (Dr. House) engagiert. Leider sind die Texte an einigen Stellen etwas plump. Daher sind die Videosequenzen zwar eine absolute Bereicherung für das Spiel, aber sie hätten hier und dort durch raffiniertere Texte und weniger stereotypische Bühnenbilder weit besser sein können.

Die Story erreicht leider nicht die Komplexität eines Tiberian Sun, da man vermutlich keine Einsteiger abschrecken wollte. Wer die beiden Vorgänger nicht kennt dürfte dennoch keine Probleme haben, da ein Logbuch während der Missionen mit immer mehr Einträgen gefüllt wird, welche die Hintergrundgeschichte verdeutlichen. Fans der Serie dürfen sich darüber freuen, dass ein paar Geheimnisse geklärt werden, allerdings auch viele neue hinzukommen. Etwas enttäuschend ist das Ende, welches nichts anderes als ein riesiger Cliffhanger ist.

Solisten können sich neben der Kampagne auch dem Gefechts-Modus widmen. Hier können alle Multiplayerkarten mit und gegen KI-Kontrahenten gespielt werden. Die künstliche Intelligenz (KI) ist die flexibelste, die man bisher in einem Echtzeitstrategiespiel gesehen hat, dafür sorgen vier Schwierigkeitsgrade (leicht, mittel, hart und brutal) und fünf mögliche KI-Persönlichkeiten (Standard, Rusher, Bunkerer, Guerilla und Dampfwalze). Während ein Bunkerer sich vollkommen einigelt und viele Verteidigungsanlagen baut geht der Rusher sofort auf Angriff. Hier findet wirklich jeder die KI, die ihm entgegen kommt. Die Intelligenz der gegnerischen KI ist durchschnittlich. Wenn man der KI jedoch freien Lauf und Zugang zu vielen Tiberiumfeldern lässt kann man sich auf starke Gegenwehr einrichten. Leider baut die KI erst sehr spät fortgeschrittene Gebäude und braucht daher sehr lange bis der erste dicke Panzer aus der Waffenfabrik rollt.

Drei Fraktionen, viele Einheiten und Spezialangriffe – Die Spielmechanik

Die Parteien unterscheiden sich optisch und spielerisch relativ stark. Die GDI vertraut auf die Feuerkraft ihrer Panzer und rollt mit ihren Armeen über alles hinweg. Dafür sind die Einheiten der GDI relativ langsam. Der Mammut-Panzer ist daher eine typische Einheit der GDI. Der Mammut ist mit seiner Zwillingskanone und dem Raketenwerfer allen anderen schweren Einheiten auf dem Schlachtfeld überlegen, anfällig ist er aber zum Beispiel für Flieger oder Einheiten mit hoher Reichweite. Auch ein anderer alter Bekannter der GDI ist wieder mit dabei: der Orca.

Nod-Spieler müssen viel hinterhältiger sein und vor allem die Tarnung vieler Einheiten nutzen um den Gegner in seiner eigenen Basis schwer zu treffen. Auch bei der Bruderschaft gibt es einige klassische Einheiten wie Tarn- und Flammenpanzer. Zusätzlich können Nod-Spieler durch kurze Bauzeiten sehr früh mit Angriffsmotorrädern oder getarnter Infanterie den Gegner unter Druck setzen. Offene Gefechte mit den Einheiten der anderen beiden Fraktionen sollte man jedoch lieber meiden, da die Einheiten bei einem offenem Schlagabtausch oftmals unterlegen sind.

Die Scrin vertrauen vor allem auf ihre großen fliegenden Schlachtschiffe und die Tripods. Die Tripods sind große Walker mit drei Beinen und drei Armen, die Laserstrahlen abschießen. Die Scrin sind zu beginn einer Partie sehr anfällig, werden dann jedoch immer stärker. Besonders das Schutzschild-Upgrade wertet die Einheiten der Scrin stark auf. Außerdem können die Scrin für eine schnellere Regeneration von Tiberium sorgen und so sich selbst und ihren Teammitgliedern wirtschaftliche Vorteile im Spiel verschaffen.

Kriegsgerät in Tiberium Wars

Mammut Panzer (GDI): Der Mammut Panzer folgt der Philosophie der GDI und kann extrem viel austeilen und einstecken. Das Zwillingsgeschütz wird durch das Upgrade mit Railguns extrem gefährlich für gegnerische Einheiten. Außerdem kann der Mammut Panzer durch sein großes Gewicht kleinere Panzer problemlos unter seinen Ketten zerquetschen.

Schwarze Hand (Nod): Soldaten der Schwarzen Hand sind mit Flammenwerfern ausgerüstet und äußerst effektiv gegen gegnerische Infanterie. Außerdem können sie vom Gegner besetzte zivile Gebäude sofort räumen.

Devourer Panzer (Scrin): Devourer Panzer können sich mit Tiberium aufladen und so wesentlich mehr Schaden an gegnerischen Einheiten anrichten. Die Scrin profitieren in vielen Hinsichten vom Tiberium, welches sie vermutlich selbst vor Jahrzehnten auf die Erde geschossen haben.

Einzige Ressource in Tiberium Wars ist das Tiberium selbst, welches in einer grünen und einer blauen Variante vorhanden ist und von Sammlern geerntet wird. Das grüne Tiberium wächst schneller nach und ist dafür weniger wertvoll. Die blaue Variante bürgt nicht mehr wie noch in Tiberian Sun das Risiko einer Explosion. Zusätzlich muss der Spieler darauf achten genügend Kraftwerke zu haben, da sonst mangels Energie Verteidigungsanlagen ausfallen und Einheiten länger brauchen um fertig gestellt zu werden. Bei Bedarf können einzelne Gebäude auch vom Strom getrennt werden, damit sich der Verbrauch reduziert.

Jede Partei kann Upgrades entwickeln und so die eigenen Einheiten aufwerten. Bei der GDI werden die Geschütze der Panzer durch Railguns ersetzt, bei Nod passiert das gleiche mit Lasern. Die Scrin erhalten Schutzschilde und werten ihre Infanterie deutlich auf.

Außerdem verfügt jede der drei Parteien über Spezialangriffe, die durch ein entsprechendes Gebäude und durch eine bestimmte Menge Geld auf dem Konto freigeschaltet werden. So kann die GDI Verstärkung rufen oder einen Artillerieschlag anordnen. Nod hingegen kann seine Tarntechnik auf weitere Einheiten anwenden, Minen legen oder den Gegner durch eine Klon-Armee täuschen. Scrin-Spieler können ein Wurmloch öffnen um zwei Punkte auf der Karte zu verbinden oder das mächtige Mutterschiff rufen, welches Basen mit einem Schuss erledigt.

Spezialangriffe in Aktion

Shockwave-Artillerie und Zone Trooper Drop (GDI): Die GDI kann zunächst mit EMP-Artilleriegranaten gegnerische Fahrzeuge und Gebäude lähmen und anschließend Zone-Trooper landen lassen, die sogleich das Feuer eröffnen.

Tarnfeld (Nod): Typisch Nod! Das Tarnfeld kann eigentlich sichtbare Fahrzeuge permanent tarnen. Besonders beliebt sind getarnte Flammenpanzer, die versuchen unerkannt in die gegnerische Basis zu kommen und dort in Sekunden wichtige Gebäude zu zerstören. Es gibt noch viele weitere fiese Anwendungen dieser Spezialfähigkeit.

Wurmloch (Scrin): Die Scrin können über ein Wurmloch zwei Punkte auf der Karte verbinden und so schwere Einheiten in wenigen Sekunden über die gesamte Karte bewegen. So kann man im Notfall die eigene Basis retten oder dem Gegner in den Rücken fallen. Doch auch der Gegner kann das Wurmloch nutzen.

Gebaut wird wie in Command & Conquer üblich (Ausnahme C&C Generals) durch Bauhöfe. Das Gebäude wird vorbereitet und dann direkt platziert und sofort errichtet. Der Bauhof wird jetzt durch einen Kran unterstützt, welcher einer zweite Bauleiste für Gebäude hinzufügt. Expandieren kann man durch Außenpostenfahrzeuge, welche den Baubereich erweitern, aber selbst keine Gebäude errichten. Auch Einheiten werden wieder über die klassische Seitenleiste gebaut. Das Ganze gestaltet sich recht komfortabel für Einsteiger. Fortgeschrittene Spieler können Hotkeys benutzen um Einheiten noch schneller auszubilden.

Problematische Ersteindrücke

Die Spielmechanik präsentiert sich theoretisch facettenreich und sollte spannende und abwechslungsreiche Spiele ermöglichen. Tatsächlich krankt die Spielmechanik jedoch an der Möglichkeit sich schnell an den Gegner ranzubauen, da die Multiplayerkarten in der Regel recht klein sind. So wurden viele Gefechte durch Basisverteidigungen entschieden, welche bis zur gegnerischen Basis gebaut wurden.

Außerdem zeigte sich, dass frühe Angriffe gerade für Gelegenheitsspieler kaum abzuwehren sind. Dazu tragen auch die Spezialangriffe bei, mit denen sich praktisch sofort das gegnerische Einkommen reduzieren lässt oder auch Gefechte entschieden werden können. Die Spielmechanik ist an einigen Stellen nicht zu Ende entwickelt. Inzwischen haben neun Patches jedoch viele Schwachstellen behoben (Testversion 1.09), sodass Tiberium Wars in der aktuellen Version ein insgesamt gut funktionierendes Echtzeit-Strategiespiel ist.

Verpasste Chancen – Der Multiplayer

Der Multiplayer ermöglicht Schlachten von zwei bis acht Spielern auf einer Karte. Verschiedene Spielmodi gibt es jedoch nicht. Ziel ist immer die Zerstörung aller gegnerischen Gebäude. Man kann sich auch automatisch in Ranglisten-Spiele einklinken lassen oder selbst in den Lobbys nach geeigneten Gegnern suchen. Auch Clansupport ist vorhanden, was bei einem Echtzeitstrategiespiel durchaus erwähnenswert ist. Leider sind all diese Features eher rudimentär implementiert.

Verbindungsabbrüche sind eher die Seltenheit und auch mit Routern gibt es erfreulich wenig Probleme. Allerdings bewirkt die Spielmechanik leider, dass vielen Spielern die Lust auf Online-Matches relativ schnell wieder vergangen ist. Durch die aktuell sehr geringen Spielerzahlen ist Tiberium Wars in diesem Punkt sehr unattraktiv geworden.

Der Support von Electronic Arts Los Angeles scheint zwar durchaus bemüht die Unzulänglichkeiten auszumerzen, allerdings geschah dies bisher viel zu langsam. Vor allem mangelt es an Hotfixes um kritische Fehler schnell zu beheben. Im großen Patch 1.05 wurde es möglich, eigene Einheiten sehr einfach unverwundbar zu machen und es dauerte länger als einen Monat bis dieses Problem behoben war. Das ist nicht akzeptabel und hätte besser gelöst werden müssen.

Daher macht der Multiplayer zwar theoretisch einen guten Eindruck, tatsächlich wurden aber viele Spieler innerhalb der ersten Wochen vergrault. EA wäre gut beraten gewesen den Releasetermin nach hinten zu verlegen, da das Spiel am Anfang im Multiplayer sehr zu wünschen übrig ließ. Ein Beispiel dafür waren die Tankrushes, bei denen es nur noch darum ging welcher Spieler es schaffte am schnellsten viele Panzer zu bauen. Taktische Elemente kamen hier nicht zum Zug. Das Spiel selbst ist inzwischen wesentlich besser allerdings fehlen zurzeit die Spieler.

Die Technik (Grafik / Sound)

Tiberium Wars basiert auf dem SAGE-Grafikgerüst (Strategy Action Game Engine), ebenso wie vorher Schlacht um Mittelerde I und II sowie Command & Conquer Generals. Die Engine wurde deutlich aufgebohrt und mit neuen Effekten versehen. Gerade die Effekte sind das grafische Highlight des Spiels. Allerdings haben sich andere Spiele schon detailreicher präsentiert (z.B. Company of Heroes). Insgesamt macht die Grafik jedoch einen sehr guten und atmosphärischen Eindruck.

Der Sound ist ebenfalls gut und passt perfekt zu den jeweiligen Einheiten. Explosionen hauen mit einem entsprechenden Soundsystem richtig rein, sodass es auch Spaß macht den Regler einmal nach oben zu drücken, sehr zur Freude der Nachbarn. Die Musik hat jedoch nicht die Qualität und Genialität, die man von früheren Command & Conquer-Titeln gewöhnt ist. Leider war der durch frühere Command & Conquer-Titel bekannt gewordene Komponist Frank Klepacki bei Tiberium Wars nicht involviert. Die Musik ist zwar noch immer gut aber nicht mehr wie früher ein Kaufargument. Außerdem hätte man sich mehr Tracks gewünscht, da die Anzahl doch stark begrenzt ist.

Die Systemanforderungen sind verhältnismäßig recht niedrig. Auf der geringsten Detailstufe gibt sich das Spiel auch mit recht alten Rechnern zufrieden. Die geringste Detailstufe ist jedoch alles andere als ein Augenschmaus, da teilweise gar nicht mal so unwichtige Effekte wie Raketenschweife fehlen und die Texturen durchgehend matschig sind. Um Tiberium Wars auf höchsten Einstellungen flüssig spielen zu können sollte der Rechner einen Dualcore-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) und mindestens eine Geforce 7900 GT aufweisen.

Allerdings nimmt die Belastung mit zunehmender Einheitenanzahl immer stärker zu. Daher kann die Spielgeschwindigkeit während eines langen Spiels deutlich runter gehen (bei Tiberium Wars wird die Spielgeschwindigkeit gesenkt um Rucklern vorzubeugen). Auch sehr potente Rechner können bei Spielen mit acht Spielern in die Knie gehen.

Wirklich erfreulich sind jedoch die extrem kurzen Ladezeiten von wenigen Sekunden. Ausgeglichen wird dies durch den recht langsamen Spielstart und die lange Ladezeit bei selbst erstellten Karten.

Sehr negativ ist die Anfälligkeit der Engine gegenüber Hacks und Cheats. Leider hat EA es versäumt die richtigen Maßnahmen gegen Cheater zu finden und eine äußerst löchrige Engine auf den Markt geworfen. Ein effektives Mittel gegen Hacks wurde von Electronic Arts selbst noch nicht gefunden.


Das Fazit

Tiberium Wars ist ein echtes Command & Conquer und setzt die Reihe konsequent fort. Das bedeutet, dass der Spieler in eine dichte Atmosphäre eintauchen und die Story richtig genießen kann. Command & Conquer steht außerdem für schnelle und actionlastige Schlachten, in die sich auch Einsteiger einarbeiten können. Aber auch fortgeschrittene Spieler sollten dank der Spezialfähigkeiten und der drei unterschiedlichen Fraktionen ihren Spaß am Spiel haben. Der Gefechtsmodus und die Kampagne sollten gerade Einzelkämpfer für eine lange Zeit beschäftigen dürfen.

Allerdings übernimmt Tiberium Wars auch einige Macken der Command & Conquer-Serie. Dazu gehören der Gewinn eines Spiels mit einem Einheitentyp oder auch die ewig dummen Sammler. Zusätzlich ist der Multiplayer relativ enttäuschend und hinkt weit hinter den Erwartungen der Fans und der Hoffnungen Electronic Arts selbst zurück.


Bewertung

Singleplayer: 5 / 5
Multiplayer: 3 / 5
Grafik: 5 / 5
Sound: 4 / 5
Atmosphäre: 5 / 5
Story: 4 / 5
Gesamtbewertung: 4 / 5


Kommentar von RedBasti:
Tiberium Wars ist unterm Strich ein würdiger Nachfolger der alten Tiberiumtitel und bereichert die C&C-Reihe um viele neue Gameplay-Elemente. Die Kampagne erreicht zwar nicht das Niveau eines Tiberian Sun, kann sich aber dennoch sehen lassen. Der Singleplayer ist sehr gut gelungen und bietet gerade durch die vielen möglichen KI-Einstellungen langen Spielspaß. Weniger erfreulich sind jedoch die Versäumnisse im Multiplayer, die aus einem potentiellen Hit einen Rohrkrepierer gemacht haben. Zumindest sprechen die sehr geringen Spielerzahlen im Multiplayer eine deutliche Sprache.



Dieser Artikel wurde erstmalig 2009 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht.

Autor: RedBasti



Spieletest zu Command & Conquer 3: Tiberium Wars

von RedBasti
Command & Conquer 3: Tiberium Wars setzt die beliebte Tiberiumserie fort und ist der Vorgänger von Tiberian Twilight.
Bewertung: 4 von 5 Sterne
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