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Zombie Driver


Review bzw. Spieletest des Autofahr-Spiels Zombie Driver, in dem du Untote erledigen musst.


Was ergibt die Kombination eines Wagens mit Frontschutzbügel und einer Stadt, in der unzählige Zombies auf der Suche nach Opfern durch die Straßen ziehen? Spielspaß! Zombie Driver beinhaltet genau das, was der Titel bereits erahnen lässt. Der Spieler steuert ein Auto durch eine imaginäre Stadt und versucht möglichst viele Untote zu überfahren oder mit den Boardgeschützen zu erschießen. Wir haben uns der Zombie-Apokalypse gestellt und verraten euch, ob sich der Kauf des günstigen Download-Titels lohnt.


Vorfahrt für die Lebenden!

Zombie Driver kann aktuell für günstige 9€ bei den Online-Plattformen Gamersgate und Steam erstanden werden. Im Gegenzug bekommt der Käufer eine Kampagne mit insgesamt 17 Missionen, in denen er sich den untoten Horden stellen muss. Vor jeder Mission erfährt der Spieler was er zu tun hat und welche Belohnungen ihn erwarten, wenn er das Primär- und das optionale Sekundärziel erfüllt. Eine ernsthafte Story hat das Spiel nicht. Ein Unfall verwandelt die meisten Bewohner der Stadt in Zombies, während sich die letzten Überlebenden in ihren Häusern verbarrikadieren und auf die Evakuierung warten. Weil das Militär gerade alle Hände voll zu tun hat, muss der Spieler eben jene Überlebende retten, bevor die Zombies in die Häuser eindringen können. Also ran an die Tastatur oder das Gamepad und losgefahren.

Welches Auto nehme ich heute?

Mit jeder Mission werden neue Fahrzeugupgrades und Waffen freigeschaltet, die sich der Spieler gegen bares Geld kaufen kann. Den virtuellen Zaster gibt es für die Erfüllung der Missionsziele und das möglichst effektive Umnieten der Zombies. Im Verlauf der Kampagne werden zusätzlich immer mehr Autos verfügbar. Die Auswahl der Wagen umfasst ein Taxi, einen Sportwagen, ein Polizeiwagen, eine Ambulanz, eine große Limousine, einen Bus und ein militärisches Supervehikel. Alle Fahrzeuge haben unterschiedliche Eigenschaften und können nur bis zu einem gewissen Limit aufgerüstet werden. Daraus ergeben sich je nach Situation einige Vor- und Nachteile. Der Bus ist zum Beispiel auch voll aufgerüstet ein extrem träges Gefährt, welches sich jedoch sehr gut zum Rammen eignet und Platz für zahlreiche Überlebende bietet. Demgegenüber ist der Sportwagen zwar sehr flink, gleichzeitig aber auch sehr schwach gepanzert. In jeder Mission muss der Spieler einige Überlebende innerhalb eines Zeitlimits abholen und zurück zur Basis bringen. Je nach Kapazität des Fahrzeugs müssen zwischendurch Überlebende in der Basis abgeliefert werden, bevor weitere gerettet werden können. Die Auswahl des Fahrzeugs ist einer der Bausteine für den erfolgreichen Abschluss einer Mission.

Aktive Sterbehilfe für Zombies – Die Waffen

Auf den Straßen erwarten den Spieler massenhaft Zombies, die entweder Gegenstände auf das eigene Gefährt werfen oder es direkt im Nahkampf attackieren. Die Zombies kann man sich durch simples Überfahren vom Leib halten. Dabei sollte man jedoch nie in eine zu große Ansammlung von Zombies fahren, da der Wagen mit jedem gerammten Zombie an Fahrt verliert und im schlimmsten Fall mitten in einer Zombiemeute zum Stillstand kommt. Neben normalen Zombies und Zombiehunden gibt es noch stärkere Zombies, die mehr aushalten und auch stärker austeilen können. Besonders fies sind die wabernden Fettsack-Zombies, die bei Kontakt explodieren und das schützende Auto stark beschädigen. Oftmals empfiehlt es sich zur Waffe zu greifen und zum Beispiel mit einem Flammenwerfer den bleichhäutigen Horden einzuheizen oder mit Railgun und Maschinengewehr für Geschnetzeltes zu sorgen. Es kann jedoch immer nur eine Waffe gleichzeitig benutzt werden. Außerdem ist die Munition recht knapp, weshalb sinnloses Dauerfeuer vermieden werden sollte. In der Basis, in der Nähe von Zielgebieten und hinter einigen Häusern gibt es deshalb Kisten, die das Wechseln der Waffe ermöglichen, die vorhandene Waffe aufmunitionieren oder den Zustand des Fahrzeugs verbessern. Besonders nützlich ist der Einsatz des Nitro-Boosts, der bei Zündung das Fahrzeug schnell beschleunigt und ein Entkommen aus eigentlich ausweglosen Situationen ermöglicht. Allerdings kann der Nitro-Boost nicht mit einer Waffe kombiniert werden.

Grafik & Sound

Grafisch hinterlässt Zombie Driver einen durchwachsenen Eindruck. Positiv hervorzuheben ist die grafische Gestaltung, die eine gute Übersicht mit annehmbarer Grafik kombiniert. Allerdings ähneln sich viele Straßenzüge der dargestellten Stadt zu sehr, da es dem Spiel an einzigartigen und leicht identifizierbaren Gebäuden und Umgebungen mangelt. Dafür gibt es viele zerstörbare Objekte wie Autos, Zäune, Ampeln und weitere Kleinigkeiten. Die Fahrt durch die Stadt ähnelt daher oftmals einer heiteren Zerstörungsorgie. Der Sound ist leider eine einzige Enttäuschung, denn die Musik wirkt sehr monoton und erzeugt keine Atmosphäre. Auch die Soundeffekte, die vor allem hinsichtlich der Motorengeräusche negativ auffallen, hinterlassen einen zweifelhaften Eindruck.


Fazit: Fairer Preis, wenige Ideen

Für den geringen Preis ist Zombie Driver ein durchaus spaßiges Spiel. Allerdings hätten die Entwickler mit wenig Mehraufwand entscheidende Punkte des Spiels stark verbessern können. Besonders ärgerlich ist die Einfallslosigkeit beim Missionsdesign, denn fast jede Mission besteht aus der Rettung von Überlebenden und der Vernichtung aller Zombies an einem bestimmten Ort. Ebenso ärgerlich ist die automatische Benutzung eines einzigen Spielstandes, denn wer die Kampagne geschafft hat, fängt automatisch wieder bei null an und verliert die freigeschalteten Inhalte. Abwechslungsreichere Missionen und mindestens ein weiterer Spielmodus hätten die Qualität des Spiels erheblich gesteigert. Ebenso ärgerlich ist der schwache Sound. World of Goo hat bereits gezeigt, dass ein niedriger Preis und ein toller Sound keinen Widerspruch darstellen. Das Metzeln der Zombiemassen ist nur für sehr kurze Zeit unterhaltsam, so dass sich die Ausgabe von 9€ nicht für jeden auszahlen wird. Wer jedoch ein kurzweiliges Spiel sucht, welches ohne Probleme in kürzester Zeit durchgespielt werden kann, ist bei Zombie Driver gut aufgehoben. Bisher ist das Spiel übrigens nur in englischer Sprache erhältlich. Allerdings reichen auch sehr schwache Englischkenntnisse zum Verstehen des Spiels vollkommen aus.


Bewertung

Singleplayer: 3 / 5
Multiplayer: nicht vorhanden
Grafik: 3 / 5
Sound: 1 / 5
Atmosphäre: 2 / 5
Story: 1 / 5
Umfang: 2 / 5
Gesamtbewertung: 2 / 5



Dieser Artikel wurde erstmalig 2009/2010 auf dem inzwischen eingestellten Projekt Gamer-Oase.de veröffentlicht.

Autor: RedBasti



Spieletest zu Zombie Driver

von RedBasti
Bewertung: 2 von 5 Sterne
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